Adi holt Team EM Bronze – das erste Edelmetall seit 1990
14. Januar 2026Aditya Gahirwal, von uns allen „Adi“ genannt, hat auf Lanzarote etwas erreicht, das weit über sportliche Ergebnisse hinausgeht. Er hat gezeigt, was passieren kann, wenn ein junger Athlet seinen Weg unbeirrt geht – mit Mut, Hingabe und dem festen Glauben daran, dass harte Arbeit Türen öffnet, die man selbst kaum für möglich hält.
Gleich zu Beginn der U17-Europameisterschaft spürte man, wie sehr es ihm bedeutet, Deutschland zu vertreten. Die riesige Halle, die ungewohnte Atmosphäre – all das hat ihn nicht eingeschüchtert. Im Gegenteil: Er ist daran gewachsen. Der klare Sieg gegen Norwegen war nur der Anfang.
Als er später gegen Island und Ukraine nicht eingesetzt wurde, hätte es leicht sein können, dass Selbstzweifel aufkommen. Doch Adi tat das Gegenteil. Er stellte sein Ego hinten an, unterstützte das Team und blieb bereit – ein Zeichen von Charakter, der in entscheidenden Momenten mehr Wert hat als jeder Sieg.

Und dieser Moment kam: Viertelfinale gegen die Türkei. Deutschland führt 2:1, Druck pur. Genau dann haben die Trainer Adi und Luan vertraut. Und die beiden haben dieses Vertrauen zurückgezahlt. Mit Ruhe, Mut und einem unglaublichen Fokus holten sie den Sieg, der die Tür zur ersten U17-EM-Medaille seit 1990 öffnete. Ein historischer Augenblick – und Adi war mittendrin.
Im Individualturnier setzte sich diese Geschichte fort. Runde für Runde spielte er sich tiefer hinein in das Turnier, analysierte Gegner, traf mutige Entscheidungen, gewann Fights, die Nervenstärke fordern. Adi und sein Partner waren schließlich das einzige deutsche Duo, das am letzten Tag noch auf dem Feld stand. Das allein erzählt, wie außergewöhnlich diese Woche war.
Das Viertelfinale verloren sie an einem Tag, an dem nicht alles zusammenpasste. Doch die Wahrheit ist: Die fünf Siege davor sagen viel mehr über diesen Jungen aus als die eine Niederlage. Sein Weg von „nicht einmal auf einer Liste“ bis zur EM-Bühne zeigt, wie stark Wille und Arbeit sein können.
Was bleibt, ist mehr als eine Medaille. Es ist das Gefühl, dass hier jemand wächst, der Verantwortung nicht scheut, der Druck nicht meidet, der sich in großen Momenten nicht versteckt. Jemand, auf den man nicht nur stolz sein kann – sondern der auch andere inspiriert, ihren eigenen Weg genauso mutig zu gehen.
