Aditya und Smilla erfolgreich bei U19-Europameisterschaften
07. September 2026U19-Europameisterschaft: Ein Viertelfinale, das mehr ist als ein Ergebnis
Ein gemeinsames Ziel. Viele Menschen, die daran gearbeitet haben. Und eine Erfahrung, die bleibt.
Bei den U19-Europameisterschaften im ungarischen Tatabánya haben Aditya Gahirwal und Smilla Fluhrer den Nachwuchsstützpunkt Kaiserslautern im Individualwettbewerb vertreten. Das Mixed erreichte bei der Europameisterschaft das Viertelfinale und damit die Runde der besten acht Paarungen Europas.
Ein Ergebnis, auf das wir stolz sind – gerade, weil hinter diesem Viertelfinale deutlich mehr steckt als die Spiele in Ungarn.

Adi und Smilla haben sich erst in diesem Jahr als Mixed gefunden. In den vergangenen Monaten haben sie sehr intensiv an einem gemeinsamen Ziel gearbeitet: sich bei der Europameisterschaft die Chance auf eine Medaille zu erspielen. Diese Chance war da. Im Viertelfinale endete ihr Weg schließlich gegen die späteren Europameister.
Natürlich hätten wir ihnen die Medaille gewünscht. Aber Leistungssport bedeutet auch, anzuerkennen, dass gute Entwicklung nicht immer unmittelbar mit einer Medaille belohnt wird. Entscheidend ist auch, welchen Weg man bis zu diesem Moment zurückgelegt hat und zu welchem Sportler und Menschen man auf diesem Weg geworden ist.
Und dieser Weg war alles andere als eine Leistung von nur zwei Personen.
In den vergangenen Monaten haben sich viele Menschen in den Dienst dieses gemeinsamen Ziels gestellt. Trainingspartner haben zugespielt, gefordert und unterstützt. Trainer haben geplant, analysiert und begleitet. Andere Athletinnen und Athleten haben ihre eigenen Interessen teilweise hintenangestellt, damit qualitativ hochwertige Trainingssituationen für Adi und Smilla entstehen konnten. Dazu kommen Eltern, Familien und all diejenigen, die im Hintergrund ihren Beitrag geleistet haben.
Dafür sind wir jedem Einzelnen dankbar.
Genau das verstehen wir unter der Arbeit am Nachwuchsstützpunkt Kaiserslautern: Ein individuelles Ergebnis trägt am Ende zwei Namen – die Entwicklung dahinter ist aber ein Produkt des gesamten Teams. Gemeinsam mit dem Badmintonverband Rheinland-Pfalz, dem Heinrich-Heine-Gymnasium Kaiserslautern und innerhalb der Nachwuchsstrukturen des Deutschen Badminton-Verbandes wollen wir ein Umfeld schaffen, in dem solche Entwicklung möglich wird.
Adi und Smilla waren vom Deutschen Badminton-Verband für den Individualwettbewerb der EM nominiert, gehörten jedoch nicht zum Aufgebot des Teamwettbewerbs. Umso mehr gratulieren wir dem gesamten deutschen U19-Team zur Bronzemedaille im Mannschaftswettbewerb – ein starker Erfolg für den DBV und das deutsche Nachwuchsbadminton. Auch im Individualturnier gab es durch Maike Iffland und Kalliope Hermel Bronze im Damendoppel.
Für unseren Stützpunkt nehmen Adi und Smilla etwas mindestens ebenso Wertvolles mit nach Hause: Erfahrung. Sie wissen jetzt, wie es sich anfühlt, bei einer Europameisterschaft in einem Viertelfinale zu stehen und um den Einzug in die Medaillenrunde zu spielen. Dieses Wissen bleibt nicht bei ihnen. Sie können es im täglichen Training an jüngere Athletinnen und Athleten und an diejenigen weitergeben, die ihnen selbst auf diesem Weg geholfen haben. So entwickelt sich nicht nur eine Paarung weiter – sondern ein ganzer Stützpunkt.
Und dann geht es weiter.
Am Montag steht wieder Training auf dem Programm. Neue Ziele, neue Aufgaben, neue Entwicklungsschritte. Gewinnen und verlieren gehören gleichermaßen zu dieser Reise.
Wir sind stolz auf Adi und Smilla. Nicht nur auf das Viertelfinale einer Europameisterschaft, sondern darauf, dass sie sich gemeinsam die Möglichkeit erarbeitet haben, überhaupt in diesem Moment zu stehen.
Und wir sind dankbar gegenüber dem Deutschen Badminton-Verband für das Vertrauen und die Nominierung sowie gegenüber allen, die diesen Weg mitgetragen haben.
Eine Medaille wäre eine großartige Belohnung gewesen. Die Entwicklung, die auf dem Weg dorthin entstanden ist, kann ihnen niemand mehr nehmen.
Bericht des Deutschen Badminton-Verbandes zur U19-EM
Bericht und Fotos: Christian Stern
