Der Badmintonverband Rheinhessen-Pfalz (BVRP) veranstaltet am kommenden Freitag, 18. Mai, seinen jährlichen Verbandstag. Ausrichter ist die SpVgg Essenheim. Die Versammlung aller im BVRP organisierten Vereine wird einiges an Gesprächsstoff liefern. Beginn ist um 19 Uhr in der Domherrnhalle, Im Klotzklauer.

Neuwahlen beim BVRP

Am Freitagabend wird ein Schwerpunkt die Neuwahl des Vizepräsidenten Leistungssport sein. Edgar Hammes hört auf und wird dieses Amt weitergeben. Zudem werden die Referenten für Öffentlichkeitsarbeit (Kandidat: Lukas Junker) und Breitensport (Kandidatin: Daniela Kasper) neu gewählt. Luana Marino kandidiert als Schulsportreferentin.

Antrag auf Wegfall der Festspielregel liegt vor

Die Mitgliedsvereine werden am Freitagabend unter anderem auch über verschiedene Anträge auf Änderung der Spielordnung entscheiden. Brisanz birgt ein Antrag, der die Festspielregelung kippen könnte. Bislang gilt: Hat ein Verein mehrere Mannschaften, so ist es möglich, Spieler einer unteren Mannschaft auch in einer höheren einzusetzen. Spielt ein Spieler der unteren Mannschaft in einer Halbsaison dreimal für eine höhere Mannschaft, darf er nicht mehr in der unteren Mannschaft zum Einsatz kommen. Er ist damit festgespielt. Der vorliegende Antrag möchte diesen Passus ersatzlos streichen. Als Begründung gilt, dass in vielen anderen Landesverbänden (Saarland, Thüringen) eine solche Regel nicht existiert. Daraus ergebe sich, so die Argumentation, ein Nachteil für Vereine des BVRPs, wenn sie in überregionalen Klassen vertreten sind. Spieler die dort (beispielsweise in der Oberliga) dreimal eingesetzt wurden, stehen aktuell für Spiele der regionalen Ligen (beispielsweise Verbandsliga) nicht mehr zur Verfügung. Gültigkeit hätte weiter die Regel, dass Spieler einer höheren Mannschaft nicht in unteren Mannschaften aushelfen können.

Dummyregel steht auf dem Prüfstand

Bislang galt für Vereine des BVRP: Wurde ein Stammspieler einer Mannschaft innerhalb einer Halbsaison nicht bei mindestens zwei Partien eingesetzt und wurde nicht nachgewiesen, dass dieser dauerhaft spielunfähig war (beispielsweise durch ein Attest), so musste der entsprechende Verein für diese Mannschaft und die folgende Halbsaison einen weiteren Stammspieler melden. Der nicht ausreichend eingesetzte Spieler musste in der ursprünglichen Mannschaft bleiben. Dem Verbandstag liegt ein Antrag vor, der diese Regel bei Schwangerschaften, Schichtdiensten und Berufswechsel von Spielern modifizieren will. Bei Rückkehr aus diesen Gründen wäre dann also kein Attest notwendig.  Der Spieler könnte so beispielsweise in der Rückrunde einer Saison in einer beliebigen Mannschaft gemeldet werden, ohne in der Hinrunde ein einziges Spiel bestritten zu haben.

Weitere Tagesordnungspunkte des Verbandstages sind die Jahresberichte des Präsidenten Achim Bürckbüchler, des Geschäftsführers Sebastian Züfle, der Vizepräsidenten für Finanzen, des Referenten für Breitensport, Leistungssport, des Lehrwartes, des Schiedsrichterwartes, des Sportwartes und des Jugendwartes. außerdem die Rechnungslegung und Auskunft der Kassenprüfer, die Entlastung der Verbandsorgane sowie die Vorstellung und Genehmigung des Haushalts 2018.