Das erste Turnier welches mit 12 ausgewählten Spielern des BVRP Förderkaders U11/U13 angefahren wurde war das Mittelfrankencup Masters U11/U13, in Hersbruck, Bayern. Das Besondere an diesem Turnier war, dass ein Spiel auf drei Gewinnsätze bis 11 gespielt wurde. Die Verlängerung wurde bis 15 Punkte gespielt. Somit waren viele spannende Momente garantiert.

 

 

Es wurde sich bereits am Freitag getroffen um gemeinsam mit 2 Bussen Richtung Bayern zu fahren. Nach einigen Verzögerungen auf der Strecke wurden am Abend die Zimmer in den jeweiligen Gasthöfen bezogen. Nach der Vorbesprechung für die kommenden Turniertage, konnten sich die Spieler von den Anreisestrapazen in ihrem Zimmer erholen.

 

Als Betreuer fungierten Kristina Moßmann, Oliwia Zimniewska und Christian Stern, welche die Spieler nicht nur am Feld unterstützten, sondern auch alle Vor – und Nachbesprechungen mit den Spielern durchführten. Für viele Spieler war dies das erste Mal, dass sie das erfahren durften. Nur vier der 12 Spieler haben schon einmal außerhalb des eigenen Landesverbandes Wettkampfluft schnuppern dürfen.

 

Der erste Tag war durch die Einzel sehr stark geprägt. Es wurde zuerst ein Gruppensystem gespielt, wo die besten 2 weiter zu den KO Runden kamen. Dies gelang Leon Jacob als Gruppensieger, sowie Fabian Neu als Gruppenzweiter.

Fabian gewann die erste Runde klar in 3 Sätzen – in der 2. Runde war gegen Shaunak Kulkarni aus Bayern in 4 Sätzen leider Schluss. Leon erreichte das Viertelfinal, wo er sich im Entscheidungssatz geschlagen geben musste.

 

Alle weiteren Spieler mussten sich eingestehen, dass ihr Level dafür noch nicht ausreicht. Da die meisten Spieler in unserem Verband eher in den vorderen Reihen mitmischen, war es für Einige augenöffnend, wie hoch das Spielniveau der anderen Spieler im Gegensatz zu teilweise unserem ist. Das Motiv dieses Turnieres für unsere Spieler war es unter anderem Erfahrung sammeln zu dürfen, Weiterentwicklung auf Persönlichkeitsebene sowie ein Bewusstsein für das Niveau zu entwickeln.

Viele Spieler haben sich im Laufe des ersten Tages immens gesteigert – es wurde kein Ball aufgegeben – an sich geglaubt. Erkannt, dass es wichtiger ist seinen Fokus auf sich zu richten. Meistens bestimmt man durch seine Gefühle selbst, wie man in einem Spiel abschneidet – durch negative Bekräftigung erwirken wir weiterhin Negatives. Durch positive Bekräftigung bewirken wir den Glauben an uns selber, Selbstbewusstsein, den unbändigen Drang es dem Gegner so schwer wie möglich zu machen, einfach nach dem Spiel – unabhängig vom Ergebnis – stolz auf seine gezeigte Leistung sein zu können.

Am Ende des Tages konnte man getrost sagen jeder hat versucht seine Bestleistung abzurufen.

 

Der zweite Tag gehörte, neben den Finalspielen in den Einzeln klar den Doppeldisziplinen.

Neben dem bereits angesprochenen Niveauunterschied wurde eine Sache offensichtlich. Wir schaffen es zumeist in den Einzeln auch wenn es stressige Situationen gibt uns selbst zu regulieren. In den Doppel fiel es unseren Spielern um einiges schwieriger, da vielen nicht bewusst war/ist, dass man auch Verantwortung gegenüber dem eigenen Partner hat. Es wurde sehr viel mit sich selbst gekämpft, wodurch dem Partner wenig bis gar keine Aufmerksamkeit sowie Hilfestellung angeboten werden konnte. Mit Fortlauf des Wettkampfes wurde es einigen Spielern auch bewusst und es war sehr erfreulich zu sehen, wie sie dies umsetzen konnten und somit auch ihre Bestleistung gemeinsam als Doppel abrufen konnten.

 

Das Fazit dieses Turnieres ist, dass wir

  1. diese Wettkampferfahrung außerhalb unseres Verbandes bereit in frühen Jahren brauchen, damit Spieler nicht schon „satt“ werden, wenn sie die vermeintlich Besten in unserem Landesverband sind
  2. als Trainer mit den Spielern kommunizieren, denen auch zugestehen ihre Meinung zu äußern – positiv bekräftigen – sie haben einen langen Weg zu gehen
  3. Vor – und Nachbesprechungen in den Wettkampf mit einzubauen, damit den Spielern bewusst wird was sie am Feld machen
  4. Nur gemeinsam werden wir stark – im Training muss jeder jeden helfen. Es reicht nicht alleine gut zu sein. Wir benötigen ein Team welches uns pushen kann um gegenseitig besser zu werden.