Die Erfolgsserie des Badmintonzweiges am Heinrich-Heine Gymnasium beim Schulwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ reißt nicht ab. Beim Bundesfinale in Berlin avancierte das Sportgymnasium zur erfolgreichsten Schule der Wettbewerbe. Mit zwei Silbermedaillen in den Wettkampfklassen II und III kehrten die Kaiserslauterer Badmintonspielerinnen und –spieler von diesen Deutschen Schulmeisterschaften zurück.

Der Weg dahin verlief zunächst für beide Teams in den Gruppenspielen relativ problemlos. Die 16 Landessieger waren in vier Vierergruppen aufgeteilt. Das HHG-WK III-Team (Jg. 2002-2005) war am ersten Wettkampftag in der Gruppe mit den Vertretern aus dem Saarland, Niedersachsen und Schleswig-Holstein zusammen und entschied alle drei Begegnungen mit 5:2 für sich. Noch klarer absolvierten die WK II-Spieler (Jg. 2000-2003) ihre Spiele. Mit jeweils 7:0 blieben die HHG´ler gegen Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Hessen erfolgreich. Somit ging es am nächsten Tag für beide Teams gegen die Gruppenzweiten der A-Gruppe. Für die WK III-Akteure gab es eine ganz harte Nuss zu knacken. Die hessische Main-Taunus-Schule Hofheim war mit einigen deutschen Spitzenspielern gespickt, sodass Chiara Marino, Sandora Göhlich, Ramona Zimmermann und Louise Stoller bei den Mädchen, dazu Matti Bahro, Leon Weber, Leon Jacob und Finn Busch bei den Jungen alle Kräfte aufbieten mussten, um die Hessen mit 4:3 in Schach zu halten. Die Entscheidung fiel erst im Mixed, dem letzten Mannschaftsspiel Hier rangen Marino/Bahro ihre Kontrahenten in drei Sätzen nieder, sodass der Einzug ins Halbfinale gesichert war.

Etwas zeitversetzt hatte es die WK II-Vertretung gegen das Rotenbühlgymnasium aus Saarbrücken etwas leichter. Mit Lena Germann, Kristina Moßmann, Levin Henze, Jonas Kehl und Nils Rogenwieser war ein Großteil der HHG-Akteure am sicheren 5:2-Erfolg beteiligt.

Am dritten Wettkampftag standen zunächst die Halbfinals an, die beide parallel in zwei getrennten Hallen ausgetragen wurden. So mussten beide mitgereisten Betreuer, Julian Degiuli und Edgar Hammes, allein mit dem Coaching fertig werden. Beide Spiele verliefen wieder ungemein spannend, wobei die WK III-Begegnung gegen die Luisenschule aus Mülheim an der Ruhr wieder erst im siebten Spiel entscheiden wurde. Die Gesamtbegegnung wurde aber eigentlich beim Spielstand 2:3 gegen das HHG im zweiten Mädcheneinzel entschieden. Ramona Zimmermann konnte nach verlorenem ersten Satz in den beiden folgenden Durchgängen jeweils einen Rückstand wettmachen und siegte letztendlich knapp im dritten Satz. Das abschließende Mixed wurde „Nerven schonend“ für den Betreuer Julian Degiuli zu einer klaren Angelegenheit für Chiara Marino und Matti Bahro im Mixed, sodass der 4:3 Sieg feststand.

In der WK II-Klasse hatte es das HHG mit dem Sportgymnasium Jena zu tun, mit dem sich die Wege schon seit den 90er-Jahren immer kreuzten. Lena Germann und Kristina Moßmann hießen die klaren Siegerinnen im einleitenden Mädchendoppel, erhofft, aber schwer erkämpft konnten Jonas Kehl und Levin Henze den Punkt im Jungendoppel einfahren. Als Lena Germann auch im zweiten Mädcheneinzel erfolgreich war, avancierte Levin Henze im ersten Jungeneinzel zum Matchwinner, als er für den vierten Punkt sorgte. Der Gewinn im Mixed durch die angeschlagene und daher selten eingesetzte Nationalspielerin Emma Moszczynski und Jonas Kehl stellte den 5:2 Endstand her.

Die Geschichte der Finalspiele ist schnell erzählt. Gegen die „Übermannschaften“ der Luisenschule Mülheim in WK II und der Stadtteilschule Alter Teichweg Hamburg, schier „vollgepfropft“ mit Deutschen Meistern und Nationalspielern, war kein Kraut gewachsen. Trotzdem leisteten die HHG´ler natürlich starke Gegenwehr und es kam z.B. im Mädchendoppel mit Indira Dickhäuser/Lena Germann oder im zweiten Jungeneinzel mit Vincent Arnu zu spektakulären Ballwechseln, die die Zuschauer von den Bänken rissen, aber mehr als ein Spielgewinn durch Sandora Göhlich und Chiara Marino im Mädchendoppel WK III war nicht drin.

Das HHG hat sich damit einmal mehr in der Spitze der nationalen Schulmannschaften im Badminton etabliert. Die Schülerinnen und Schüler bewiesen einen tollen Mannschaftsgeist, feuerten sich begeistert gegenseitig an und machten den Coaches die Betreuung leicht. Es ist sogar im Gespräch, dass ein Team in einer der beiden Wettkampfklassen an neu eingeführten Schul-Europameisterschaften teilnehmen kann. Das wäre dann natürlich das i-Tüpfelchen auf diese Woche in der Bundeshauptstadt.

Edgar Hammes – Vizepräsident Leistungssport